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Unlike Twins?! DVPW Section “Comparative Politics” Conference 2017

In March 2017, the bi-annual conference of the Section “Comparative Politics” of the German Political Science Assosciation (DVPW) will be hosted by the Institute of Political Science at Eberhard Karls University Tübingen. I am organizing this conference on “Unlike Twins?! Comparing Democracies and Autocracies. Insights, Developments and Challenges in Comparative Politics” together with my collegues Thomas Altmeppen, Mirjam Edel and Oliver Schlumberger.

The conference aims to be a platform for bringing together scholars in order to discuss recent developments and challenges related to the systematic comparison of democracy and autocracy. This includes a critical reappraisal of existing concepts, methods, and findings, as well as the discussion of new perspectives in comparative politics. The two main objectives thus are to capture the state of the art of the discipline and to assess the (old and new) challenges we face when we compare different political regimes, such as autocracy and democracy.

 

 

 

Führungsverantwortung in der Hochschullehre

Studierende von heute sind die Chefs von morgen – zumindets einige von ihnen. In dieser Funktion müssen sie dafür sorgen, dass Unternehmensziele erreicht werden und Gewinne erwirtschaftet werden. Dazu führen sie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und müssen einer doppelten vernatwortung gerecht werden: gegenüber dem Unternehmen und gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Doch wo lernen die Führungskräfte von morgen eigentlich Führungsverantwortung?

Wie Universitäten ihre Studierenden auf diese Aufgaben vorbereiten, hat ein interdisziplinäres Forschungsteam im Auftrag der Carl Zeiss Stiftung anhand von über 600 mathematisch-naturwissenschaftlichen, ingenieurs- und wirtschaftswissenschaftlichen Bachelor- und Master-Studiengängen untersucht und die Ergebnisse mit Expertinnen und Experten aus Wirtschaft und Hochschulen diskutiert und validiert.

Dabei zeigt sich: Die Universitäten sind nur selten der Ort systematischer Vermittlung von Führungsverantwortung.

Die Ergebnisse der Studie finden Sie hier:

  • Marie-Christine Fregin / Philipp Richter / Benedikt Schreiber / Stefanie Wüstenhagen / Julia Dietrich / Rolf Frankenberger / Uwe Schmidt / Peter Walgenbach (2016): Führungsverantwortung in der Hochschullehre. Zur Situation in den MINT-Fächern und Wirtschaftswissenschaften an Universitäten in BAden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Thüringen. Tübingen: IZEW  (Materialien zur Ethik in den Wissenschaften, Band 12.

 

Partizipation, on- und offline.

Im Rahmen des Expertenforum Bürgerbeteiligung 2016 mit dem Titel “Online meets Offline” der Integrata-Stiftung am 05.März habe ich einige Befunde und Schlussfolgerungen zur Online-PArtizipation vorgestellt.

Die Kernbefunde:

  • Das Internet ist fester Bestandteil der Alltagswelt bei 4/5 der Bevölkerung.
  • Das Internet wird in erster Linie zur Information verwendet. Sich Informieren ist jedoch keine Form politischer Partizipation. (van Deth 2009)
  • Baden‐Württemberg ist ein Beteiligungs‐Land. Die Beteiligung ist vielfältig und bunt, aber kaum online.
  • Online‐Partizipation ist weitgehend angebotsgetrieben.Die Nachfrageseite bleibt trotz steigender Internetnutzung und steigendem Interesse weitestgehend passiv und nutzt die Angebote kaum.
  • E‐Partizipation kann und sollte eher als partizipative Ergänzung der repräsentativen Demokratie verstanden werden. Ohne face‐to‐face Ansprache und Anleitung bleibt
    Online‐Partizipation marginal.

Die Präsentation zum Weiterblättern findet sich hier.

Literatur:

  • van Deth, J. W. (2009). Politische Partizipation. In V. Kaina & A. Römmele (Hrsg.), Politische Soziologie. Ein Studienbuch (S.141‐162). Wiesbaden: VS‐Verlag.
  • Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (2014) (Hrsg.): Online mitmachen und Entscheiden. Partizipationsstudie 2014. Online unter: http://www.hiig.de/wpcontent/uploads/2014/06/20140609_Studie_DIGITAL.pdf (Stand 08.03.2016)
  • Frankenberger, R., Buhr, D. & Schmid, J. (2015): Politische Lebenswelten. Eine qualitative Studie zu politischen Einstellungen und Beteiligungsorientierungen in ausgewählten Kommunen in Baden‐Württemberg, In: Baden‐Württemberg Stiftung (Hrsg.): Demokratie‐Monitoring Baden‐Württemberg 2013 / 2014, Wiesbaden: Springer VS. S. 151‐221
  • Perry, Sarah, Jan W. van Deth, Rüdiger Schmitt‐Beck and Thorsten Faas (2015): Bürger und Demokratie in Baden‐Württemberg. In: Baden‐Württemberg Stiftung (Hrsg.): Demokratie‐Monitoring Baden‐Württemberg 2013 / 2014, Wiesbaden: Springer VS. S. 37‐150

Online‐Quellen:

 

Fachgespräch Partizipation in Baden-Württemberg

Im Rahmen des wissenschaftlichen Fachgesprächs am 2.März 2016  im Staatsministerium Baden-Württemberg wurden drei Studien zu Demokratie und Partizipation einem Fachpublikum aus Ministerien, Verwaltungen, Wissenschaft, Stiftungen und Vereinen vorgestellt und diskutiert. Dabei habe ich die Studie “Politische Lebenswelten” und einige Befunde aus dem Demokratie-Monitoring Baden-Württemberg präsentiert. Die Präsentation Politische Lebenswelten und Partizipation findet sich hier.

Frank Brettschneider (Universitöt Hohenheim) stellte die mit der Bertelsmann-Stiftung zusammen durchgeführte Studie “Partizipative Gesetzgebeungsverfahren – ein Ansatz zur Integration neuer Beteiligungsformen in die repärsentative Demokratie?” vor. In dieser Studie wurde eine Auswahl an Gesetzgebungsverfahren unter dem Aspekt untersucht, welche Wirkungen partizipative online- und offline-Elemente auf den jeweiligen Gesetzgebungsprozess hatten.

Die Studie “Bürgerbeteiligung und Direkte Demokratie in Baden-Württemberg” wurde von Sebastian Fietkau (MZES, Universität Mannheim) vorgellt. Einige weiterführende Informationen zu diesem Projekt finden sich hier.

 

Jugendbeteiligung in Baden-Württemberg

Im Rahmen der Tagung “Jugendbeteiligung wirksam gestalten” der Evangelischen Akademie Bad Boll habe ich empirische Befunde zur Jugendbeteiligung aus dem Demokratie-Monitoring Baden-Württemberg vorgestellt. Die zentralen Befunde “in a nutshell”:

Wie sieht Jugendbeteiligung aus?

  • Jugendliche sind (auch politisch, vor allem aber sozial) engagiert.

Wie unterscheidet sich Jugendbeteiligung von gesamtgesellschaftlichen
Beteiligungsmustern?

  • Jugendliche sind politisch weniger interessiert und weniger aktiv als der Rest.
  • Jugendliche sind häufiger in informellen Gruppen und in Vereinen aktiv.

Welche Rolle spielt die politische Lebenswelt der Bürgerinnen und
Bürger?

  • Sozialisatorische Bezüge der Lebenswelt sind zentral für die Art und Weise der
    politischen Orientierungen
  • Menschen partizipieren nur dann, wenn sie einen persönlichen Bezug / persönliche Relevanz erkennen oder herstellen können. Daher ist es auch nihct verwunderlich, dass junge Menschen vor allem in der Schule, in Vereinen und in der Jugendarbeit aktiv sind.

Hier gibt es die Folien mit weiteren Informationen.


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