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Emerging Varieties of Incorporated Capitalism.

Daniel Buhr and I published an article on enlarging varieties of capitalism in Business and Politics dealing with Incorporated Capitalism. The economic success of state-led forms of capitalism in Russia, China and some other autocracies is one of the most challenging developments for existing typologies of comparative political economy research. For the OECD-World complex theories and models assess the interrelation of polity and economy (e.g., Hall/Soskice), while well defined and systematic approaches for autocracies are seldomly found. Most of the existing work are rather idiosyncratic case studies. We argue that by climbing up the ladder of abstraction (Sartori), we gain analytical leverage and comparability between cases and regions. That’s why we’ve developped an idealtype called “incorporated capitalism.” By looking at statecapitalist developments in China, Singapore, Saudi-Arabia or Russia, there is strong empirical evidence for a variety of “incorporated capitalism”: bureaucratic market economies and patrimonial market economies. Why are those types of capitalism so successful? In order to answer this question correctly, we have to
consider other questions first: 1) Which are the specific patterns of interaction between polity and economy? 2) What are the unique governance mechanisms in those incorporated capitalisms? Using mainly qualitative methods we will empirically proof our theoretical findings in order to decode the special complementarities of the bureaucratic and patrimonial market economy in those four real types mentioned above.

Read the full article here or, in case you do not get free access contact me for a manuscript. Comments and discussion welcome.

Spielarten des inkorporierten Kapitalismus

Auch wenn der moderne Kapitalismus als das universale ökonomische Interaktionsmuster in einer globalisierten Welt gelten kann, so steht er doch für eine asymmetrische Entwicklung. Welche Spielarten des Kapitalismus sich dabei auch und gerade im globalen Süden herausbilden, ist die zentrale Frage dieses Beitrags. Entlang überwiegend makroökonomischer Faktoren untersuchen die Autoren mit einer Cluster- und Varianzanalyse die strukturellen Muster des globalen Kapitalismus.  Dabeilassen sich die von Hall und Soskice (2001) formulierten liberalen und koordinierten Typen ebenso nachweisen wie eine südosteuropäische Spielart. Ein neuer Befund ist die Existenz eines quer zu Nord und Süd liegenden Finanzmarkt-Clusters. Für den globalen Süden können sowohl transregionale als auch regionale Gruppen gebildet werden, die sich in Performanz und institutioneller Ausgestaltung unterscheiden. Während die Rentenökonomie eine konsistente Gruppe bilden, kann die These einer BRIC-Variante des Kapitalismus eindeutig widerlegt werden. Gemeinsam ist den Clustern des globalen Südens die Rolle des Staates als (zentraler) kapitalistischer Akteur, der die Ökonomie inkorporiert und kontrolliert.

Den gesamten Artikel, den Daniel Buhr und ich geschrieben haben, finden Sie im von Andreas Nölke, Christian May und Simone Claar herausgegebenen Sammelband “Die Großen Schwellenländer. Ursachen und Folgen ihres Aufstiegs in der Weltwirtschaft”

Literatur

  • Daniel Buhr / Rolf Frankenberger (2014): Spielarten des inkorporierten Kapitalismus. In: Nölke, Andreas / May, Christian / Claar, Simone (Hrsg.) Die großen Schwellenländer. Ursachen und Folgen ihres Aufstiegs in der Weltwirtschaft. Wiesbaden: Springer VS, S.61-84
  • Hall, Peter, und David Soskice. 2001. Varieties of Capitalism: The Institutional Foundations of Comparative
    Advantage. Oxford: Oxford University Press.
  • Nölke, Andreas / May, Christian / Claar, Simone (Hrsg.) Die großen Schwellenländer. Ursachen und Folgen ihres Aufstiegs in der Weltwirtschaft. Wiesbaden: Springer VS, S.61-84

Kritische Übergänge – Studierfähigkeit in Theorie und Praxis

Die Übergänge zwischen den einzelnen Institutionen des deutschen Bildungssystems sind individuell wie institutionell kritische Phasen. Dies gilt auch und gerade für den Übergang von der gymnasialen Oberstufe zur Hochschule, wie die durchschnittlichen Abbrecherquo-ten von über 25 Prozent in Deutschland zeigen. Thematisiert werden diese Übergänge vor allem unter dem kontrovers diskutierten Begriff der Studierfähigkeit. In meinem neuen Aufsatz “Kritische Übergänge. Theoretische Überlegungen und empirische Befunde zur Frage der Studierfähigkeit. Tübinger Beiträge zur Hochschuldidaktik 9(3)” geht es zunächst darum, das Konzept der Studierfähigkeit zu erörtern und sich an eine Definition anzunähern, die über fachliche und methodische Kompetenzen hinaus vor allem personale und soziale Kompetenzen als integralen Bestandteil von Studierfähigkeit versteht. In einem zweiten Schritt werden verschiedene Verfahren der Überprüfung von Studierfähigkeit und das konkrete Beispiel des Studierfähigkeitstests für das Fach Politikwissenschaft an der Universität Tübingen vorgestellt. Die Analyse zeigt, dass Studierfähigkeitstests eine sinnvolle Ergänzung zur Abiturnote sein können, dass allerdings auch hier personale und soziale Kompetenzen eher im Hintergrund stehen. Die Tatsache, dass sowohl der fachlich-methodische als auch der personale und soziale Bereich der Studierfähigkeit anhand der gezielten Einbindung hochschuldidaktischer Ansätze und Strategien schon in der gymnasialen Oberstufe gefördert werden können, zeigt die Diskussion des in Baden-Württemberg als besondere Leistung verankerten Seminarfachs in Kapitel 4. Aktives und forschendes Lernen ermöglichen die Integration sozialwissenschaftlicher Forschung und das Durchlaufen eines kompletten Forschungszyklus. Eine stärkere Vernetzung der Institutionen Schule und Hochschule wäre daher wünschenswert, um Studierfähigkeit schon in der gymnasialen Oberstufe zu stärken und forschungsorientiertes Lernen zu fördern.

Hier finden Sie den kompletten Beitrag unter einem zitierfähigen Link

Hier geht es zur Seite der  Tübinger Beiträge zur Hochschuldidaktik

Varieties of Incorporated Capitalism

On the ISA Annual Convention 2013 “The Politics of International Diffusion: Regional and Global Dimensions” 3.-6.April in San Francisco, Daniel Buhr presented a paper we wrote together. It was part of a panel on state capitalism, emerging powers and comparative political economy that was organized by Andreas Noelke  and Tobias ten Brink (Goethe University Frankfurt).

The Paper “Emerging Varieties of Incorporated Capitalism. empirical Evidence and theoretical considerations” adresses the question of how capitalist economies in non-OECD and mostly non-democratic states can be conceptualized and measured. The economic success of state-led forms of capitalism in Russia, China and some other autocracies is one of the most challenging developments for existing typologies of comparative political economy research. For the OECD-World complex theories and models assess the interrelation of polity and economy (e.g. Hall/Soskice), while well-defined approaches only exist for one type of autocracies: those based on Rentier Economies (Luciani). Other systematic approaches are seldom found. But when we look at state-capitalist developments in China, Singapore or Russia, there is strong empirical evidence for a variety of “incorporated capitalism”: bureaucratic market economies and patrimonial market economies. Why are those types of capitalism so successful? In order to answer this question correctly, we have to consider other questions first: 1) Which are the specific patterns of interaction between polity and economy?  2) What are the unique governance mechanisms in those incorporated capitalisms? Using quantitative and qualitative methods we will empirically proof our theoretical findings in order to decode the special complementarities of the bureaucratic and patrimonial market economy in real types.

If you are interested in the paper, please feel free to contact me.

  • Daniel Buhr & Rolf Frankenberger (2013): Emerging Varieties of Incorporated Capitalism. Theoretical Considerations and Empirical Evidence. Paper presented at the International Studies Association (ISA) Annual Convention 2013 “The Politics of International Diffusion: Regional and Global Dimensions”, San Francisco, California, USA, April 3-6, 2013.

Frühling – ja, aber wo? Russland im 21.Jhrhundert

Russland hat sich zu einer modernen Autokratie entwickelt. Lassen sich Chancen für eine Demokratisierung entdecken? Nein, auch unter dem Eindruck der vorschnell als russicscher Frühling im Winter bezeichneten Proteste rund um die Wahlen zur Staatsduma im Dezember 2011 und die Präsidentschaftswahlen im März 2012 nicht. Die Ursachen dafür sind vor allem eine konsequente institutoionelle Restrukturierung sowie die enormen Einkünfte aus Rohstoffrenten, welche dem Regime Handlungsspielräume eröffnen. Beide ermöglichen eine Absicherung des Herrschaftssystems, die insgesamt wenig Hoffnung auf baldiges “Tauwetter” macht.

Finden Sie den gesamten Beitrag hier:

Rolf Frankenberger (2012): Frühling – ja, aber wo? Russland im 21. Jahrhundert. Gesellschaft-Wirtschaft-Politik (GWP) Heft 2/2012, S.192-203.

Eine PDF-Version wird alsbald zur Verfügung gestellt.


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