Archive for the 'Publications' Category



New Publication: “Regression of Democracy?”

Edited by Gero Erdmann and Marianne Kneuer, the special Issue of “Comparative Governance and Politics” (Zeitschrift für Vergleichende Politikwissenschaft) “Regression of Democracy?” was published in August 2011.

Back Cover Blurb:” Democratization since the implosion of the communist bloc displays a mixed balance. While the neo-democracies in Central Eastern European Countries can be seen as largely consolidated, many other processes of democratization in other parts of the world such as Africa, Asia and Latin America got stuck as unconsolidated or became defective democracies, some ‘regressed’ into hybrid regimes or were even turned into autocracies. While transitology dealt with the transition from authoritarian rule, the reverse process, the transition from democratic rule, remained almost completely outside the scholarly attention. This special issue will address the problems of the regression of democracy and aims at closing the gap between research on democracy and democratization on one side and the emergence of authoritarian regimes on the other. The contributions of this volume analyse the different phenomena in which decline of democracy fans out: the loss of quality, which means a silent regression; the backslide into hybrid regimes (hybridization); and the breakdown of democracy.”

My collegue Patricia Graf and I contributed one article on “Elections, Democratic Regression and Transitions to Autocracy: Lessons from Russia and Venezuela” which tries to illuminate the role and functions of elections in different systemic contexts and transitory regimes.  Also, democratic regression and transitions to autocracy are  topics I deal with since several years and have taught two seminars in 2010 and 2011. Even though there are lots of new insight, research still has to be done in this field. The volume presented above is one attempt to close some of the gaps…

  • Erdmann, Gero / Kneuer, Marianne (eds.) Regression of Democracy? Comparative Governance and Politics, Special Issue 1/2011, Wiesbaden:VS-Verlag, ISBN 978-3-531-18216-2, 265 pages.

Autoritarismus reloaded

Out now:

Holger Albrecht / Rolf Frankenberger (2010) (Hrsg.): Autoritarismus Reloaded. Neuere Ansätze und Erkenntnisse der Autokratieforschung, Baden Baden: Nomos, 408 S., brosch., 44,– €, ISBN 978-3-8329-5541-0 (Weltregionen im Wandel, Bd. 10)

Autoritäre Regime haben auch nach vier Jahrzehnten in der „Dritten Welle“ demokratischer Transitionen Hochkonjunktur. Während noch in den 1990er Jahren Erwartungen an eine universelle Demokratisierung in der Dritten Welt und in den sowjetischen Nachfolgestaaten überwogen, zeigt die aktuelle empirische Realität in so unterschiedlichen Ländern wie China, Weißrussland, Ägypten, Kirgistan und Kuba, dass nicht-demokratische Formen politischer Herrschaft auch angesichts umfassender globaler Herausforderungen robust und dauerhaft sind.
Autoritarismus Reloaded schließt an aktuelle internationale Debatten in der Vergleichenden Politikwissenschaft an und beschäftigt sich in theoretischen Arbeiten, Länderstudien und vergleichenden Analysen mit dem Phänomen autoritärer Regime im postsowjetischen Raum, im Nahen und Mittleren Osten, in Afrika und in Lateinamerika. In 17 Beiträgen diskutieren die Autoren neuere theoretische Ansätze und empirische Erkenntnisse über die Staaten und institutionellen Ausprägungen politischer Herrschaft, Fragen politischer Legitimation und Kultur sowie Stabilitätsbedingungen und Wandlungsprozesse. Die Beiträge in diesem Band zeigen auf, dass autoritäre Regime – entgegen früherer Annahmen in der Autoritarismusforschung – anpassungsfähig sind, moderne politische Institutionen etablieren und ausgeprägte Modernisierungs- und Legitimationsstrategien entwickeln.

Tübinger Studie belegt: Deutschland wird Vize

Interdisziplinäres Forscherteam der Universität Tübingen prognostiziert Ausgang der Fußball-Weltmeisterschaft

Tübingen, 02.06.2010 +++ Ein Team aus Sozialwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern der Eberhard Karls Universität Tübingen hat pünktlich zur anstehenden Fußball Weltmeisterschaft eine Studie über den Ausgang der FIFA WM veröffentlicht. Die Besonderheit der Studie ist ihr ganzheitlicher Blickwinkel. So fußen die Ergebnisse auf sportlichen Variablen, berücksichtigen aber auch den Einfluss von Politik, Ökonomie, Kultur und vielem mehr auf den sportlichen Erfolg. Laut Studie wird Brasilien Weltmeister, Deutschland Zweiter, vor Frankreich und Italien. Im Viertelfinale scheitern Niederlande, England, Spanien und Portugal. Die Wahrscheinlichkeit der Prognose liegt bei 75%.

Prof. Dr. Josef Schmid vom Institut für Politikwissenschaften der Eberhard Karls Universität Tübingen nennt die Gründe für den speziellen Ansatz: „Es existieren eine Vielzahl an Prognosen über den Ausgang der kommenden Fußball-Weltmeisterschaft. Was sie eint: ihr eindimensionaler Zugriff. Sportlicher Erfolg wird allein mit fußballerischen Faktoren erklärt. Diesen Prognosen setzen wir bewusst eine deutlich vielschichtigere entgegen, die neben den sportlichen Faktoren eine Vielzahl polit-ökonomischer, sozio-geographischer, religiöser und psychologischer Variablen in die Analyse mit einbezieht – und so eine treffendere Aussage über den Ausgang des Turniers machen kann. Wir können das durch die Retrospektive auf vier vergangene Fußball-Weltmeisterschaften belegen. Ein erstes Fazit: Erfolg ist pfadabhängig.“

So haben die Wissenschaftler ein ausgeklügeltes Rechenmodell entwickelt – und dessen Erklärungskraft und Validität auch anhand der vergangenen WM-Turniere überprüft. Mit großem Erfolg: retrospektiv können die Wissenschaftler mit ihrem Modell die vergangenen vier Weltmeisterschaften zu 75% korrekt rekonstruieren. Dabei fließen auch der Verlauf des Wettbewerbs und die Einteilung der Gruppen mit in die Analyse ein.

Schaubild 1: Die prognostizierten Platzierungen 2010 auf einen Blick (nach Spielplan)

Weltmeister Brasilien
Vize Deutschland
3. Frankreich
4. Italien
Viertelfinale Niederlande, England, Spanien,Argentinien
Achtelfinale Portugal, Serbien, Südafrika, Griechenland, Kamerun, USA, Parguay, Schweiz

Das Tübinger Forscherteam stützt seine Analyse auf ein breites Variablen-Set. Neben fußballerischen Variablen (WM-Teilnahmen, WM-Platzierungen, FIFA-Punkte, UEFA-Koeffizient, Heimvorteil und Zugehörigkeit zu FIFA-Gruppen) fallen besonders polit-ökonomische (BIP/Kopf, GINI-Koeffizient, Human Development Index, Freedom House Freedom in the World Index und die Anzahl registrierter Fußballer) sowie sozio-geographische Variablen (Katholikenanteil, Entfernung zu London und nach Chichén Itza, aber auch die Kontinentalzugehörigkeit)  ins Gewicht. Dabei zeigt sich, dass es nicht die Mannschaften mit dem stärksten Kader oder den stärksten Fußballligen sind, die bei dieser Weltmeisterschaft erfolgreich abschneiden werden, sondern die Alteingesessenen des Fußballgeschehens.

Die komplette Studie steht hier zum Download bereit

Brazil will win the World Cup 2010

Who will win the Football World Cup 2010? This is one of the most pressing questions today – even beyond the world of sports. This article offers a prognostic model that goes far beyond Franz Beckenbauers answer on the question: What is your prognosis for the game? “Yes good, there is only one possibility. Victory, Draw or defeat”. Statistical Analyses reveals that – against popular opinions – political and economic, religious and psychological factors are explanatory and that Brasil will defeat Germany in the Final.

Table 1: Prognosis of results (checked by schedule)

World Champion Brazil
Runner Up Germany
3rd France
4th Italy
Quarter Finals Netherlands, England, Spain, Argentina
Last 16 Portugal, Serbia,  South Africa, Greece, Cameroun, USA, Paraguay, Switzerland

Based on a complex model, a team of social scientists at the Institute of Political Science of the University Tuebingen, predicts that Brazil will defeat Germany in the Finals of the 2010 Football World Cup. The model takes into account football related variables (participation and success in previous world cups, FIFA rankings, UEFA Coefficients and others) as well as political and economic (GDP per capita, GINI-Coefficient, HDI, Freedom House Freedom in the World Index, number of registered players) and socio-geographic (ration of catholics, distance to London and Chichén Itza, Continent) variables. Factorial analysis, regressions and other statistical calculations reveal that there is a significant influence of non-football variables on success.

The whole study can be downloaded here (as it is in German, please ask me for more results in English)

Autoritäre Regime, Bürger Im Staat 1-2010

Out now: The new Buerger im Staat, volume 1-2010 was published this week. The volume on authoritarian regimes contains thirteen articles on Autocracies in the Postsoviet Space, the Caucasus, South East Asia and China, the Middle East, Africa and Latin America. They include both, comparative perspectives and case studies and adress different aspects of persistence, change and functional logics of autocracies

Content:

  • Einleitung (Siegfried Frech)
  • Die „dunkle Seite“ der Macht: Stabilität und Wandel autoritärer Systeme (Holger Albrecht / Rolf Frankenberger)
  • Autoritäre Systeme in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion (Petra Stykow)
  • Institutioneller Wandel in Russland – Die Konsolidierung der Autokratie (Rolf Frankenberger)
  • Regimebeständigkeit und „Revolution“: Armenien und Georgien im Vergleich (Christoph H. Stefes)
  • Die Finanzkrise in China: Auswirkungen auf die Legitimität der Parteiherrschaft (Heike Holbig)
  • Autoritäre Regime in Südostasien: Persistenz und Wandel von Militärregimen (Marco Bünte)
  • Autoritäre Regime im Vorderen Orient: Herrschaftssicherung trotz Herrscherwechsel (Maria Josua)
  • Das Familienunternehmen Ägypten (Thomas Demmelhuber)
  • Die Modernisierung des Autoritarismus in den arabischen Golfstaaten (Michael Schmidmayr)
  • Autoritäre Regime im Afrika (Jörg Kemmerzell)
  • Politische Apathie als Antwort auf die Krise in Simbabwe (Beatrice Schlee)
  • Autoritarismus und Demokratie in Lateinamerika (Peter Thiery)
  • Kuba – Im Herbst der Patriarchen (Franziska Stehnken)

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