Postautokratie? Zum Stand vergleichender Autokratieforschung – Call for Papers

Der AK Vergleichende Diktatur- und Extremismusforschung der DVPW beteiligt sich mit einem Panel an der Tagung “‘Prädemokratie’, Postdemokratie’, ‘Autokratie’? Zum Stand vergleichender Herrschaftsforschung.” der Sektion Vergleichende Politikwissenschaft an der Philipps-Universität Marburg, vom 29. bis 31. März 2012:

“Postautokratie? Zum Stand vergleichender Autokratieforschung”

Business as usual, das schon lange beschworene „Ende der Geschichte“ (Fukuyama) oder schlicht eine fünfte Welle der Demokratisierung? Der „arabische Frühling“ birgt Stoff für Diskussionen. Ebenso wie die Demokratieforscher angesichts der anhaltenden Dauerhaftigkeit autokratischer Regime in China, Russland und anderswo zunehmend in Erklärungsnot gerieten, erwischte das Scheitern einiger der dauerhaftesten autoritären Regime im arabischen Raum einen großen Teil der AutokratieforscherInnen auf dem falschen Fuß. Kaum einer erwartete einen nahen demokratischen Aufbruch in der arabischen Region. Angesichts der ambivalenten Entwicklungen – kein Aufstand im arabischen Raum endete bislang in einer gefestigten Demokratie – und dem ebenso ambivalenten Echo der Öffentlichkeit hinsichtlich politikwissenschaftlicher Forschungs- und Prognoseleistungen erscheint es angebracht, über Stand, Leistungen und Herausforderungen der Autokratieforschung zu diskutieren:

• Welche Theorielücken muss die Autokratieforschung noch schließen, um ihre Prognosefähigkeit zu verbessern?
• Kamen die Ereignisse im arabischen Raum wirklich überraschend? Was haben Länder- und Regionalexperten zu sagen?
• Steht zu erwarten, dass die jüngsten Entwicklungen wirklich in einer Demokratisierung der arabischen Welt münden oder ist eine Dauerhaftigkeit der Ölmonarchien und eine Reautokratisierung der übrigen Staaten zu erwarten?
• Welche Konsequenzen sind aus den Erkenntnissen zu ziehen in forschungsstrategischer ebenso wie in normativer Hinsicht?

Für diese und andere Fragen soll das Panel im Sinne einer Nabelschau der AutokratieforscherInnen eine Diskussionsplattform bieten. Theoretisch wie empirisch fundierte Beiträge sind willkommen

Vorschläge für Beiträge im Umfang von ca. 4000 Zeichen sowie eine Kurzvita im Umfang von maxima 1000 Zeichen werden erbeten bis zum 09.11.2011 per mail an: rolf.frankenberger@uni-tuebingen.de und kailitz@hait.tu-dresden.de.

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